Quelle: Some rights reserved by comedy_nose (http://www.flickr.com/photos/comedynose/)
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Der eigene CNC Lasercutter

Exakt passende Einzelteile, präzise geschnittene Kanten, angesengte Optik – Eigenschaften die einen typischen Lasercut Modellbausatz ausmachen. Mit moderner CNC Technik werden 3D Computermodelle zB eines Modellflugzeuges in flache 2D Einzelteile zerlegt und anschließend aus Holzplatten mit einem Laser herausgeschnitten. Das herausschneiden passiert dabei automatisch, die Vorlage für das Laserschneiden existiert rein als Computerdatei.

Auf diese Weise entstehen anmutige Modellbausätze wie zB die Jamara Beaver, die selbst unbespannt ein gutes Bild macht.

Wer sich schon selbst an das entwickeln eines Flugmodells in Holzbauweise herangewagt hat, der hat vielleicht auch schon mit dem Gedanken gespielt den fertigen Plan als präzisen Bausatz zu fertigen. Die Lasertechnik bietet sich dafür regelrecht an. Auch für die Ersatzteilfertigung ist ein Laserschneider gut geeignet.

Vorteile von Laserschneiden

Laserschneiden ist durch den hohen Automatisierungsgrad auch schon bei Einzelteilen sehr günstig. Im Gegensatz zum Stanzen muss keine teure Form erstellt werden, die sich erst bei hohen Stückzahlen rechnet. Durch die punktgenaue Schnittführung können die Einzelteile auf dem Rohmaterial so angeordnet werden, dass der Verschnitt minimiert wird.

Der eigene Lasercutter

Warum also keinen eigenen Lasercutter für die Modellbauwerkstatt anschaffen oder besser noch selbst bauen?

In der heutigen Zeit wo selbstgemachte 3D Drucker schon fast zur Pflichtausstattung einer gut ausgerüsteten Modellbauwerkstatt gehören, führen Lasercutter noch immer ein Nieschendasein in der Modellbauwelt. Dabei gibt es durchaus konkrete Projekte zur DIY LaserCutter Bewegung.

Ein Kreativlabor aus New York hat mit dem Lasersaur ein OpenSource Lasercut System entwickelt, das jedem frei zum Nachbau zur Verfügung steht. Obwohl 3D Drucker mittlerweile schon für unter 1.000 Euro zu haben sind, haben leistungsstarke Lasercutter noch einen stolzen Preis. So kommt man  bei der Anschaffung der Einzelteile für den Bau des Lasersaur auf einen  Preis von rund 7.000 Euro.

Aber der Preis sollte nicht das einzige Argument sein um sich den Selbstbau eines Lasercutters gut zu überlegen. Im Vergleich zu einem 3D Drucker lauern in einem Laserschneidegerät  Gefahrenquellen die für den Hobbybastler vielleicht auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.

Die Risiken eines Eigenbau Lasercutters

Ein noch möglichst offensichtliche Gefahrenquelle ist der Laser, der das Werkstück aus dem Rohmaterial herausschneidet. Geschnitten wird dabei mit Licht welches durch Bündelung eine extrem hohe Intensität und Energie hat. Dieser Lichtstrahl erzeugt Hitze die – vereinfacht gesagt – das Material punktuell „durchbrennt“. Brennen ist dabei auch schon das Stichwort. Trifft der Laserstrahl auf Dinge in der Umgebung kann leicht die Bastelwerkstatt Feuer fangen. Dafür reicht es schon wenn der Laser durch Staubpartikel nur einen Teil des Strahls so reflektiert, dass er irgendwo in der Bastelwerkstatt auftrifft und dort etwas entflammt. Bei einem Eigenbau Lasercutter ist daher unbedingt darauf zu achten, dass der Laserschneider nicht aus Holz oder ähnlichen leicht brennbaren Materialien besteht. Ein Feuerlöscher griffbereit neben dem Lasercutter wird ohnedies immer empfohlen.

Die Werkstatt entflammen ist eine Sache, aber das Augenlicht verlieren etwas ganz anderes. Um Material mit einem Laser zu schneiden muss dieser Laser eine große Leistung haben. Eine optische Leistung von 30 Watt oder höher ist nötig um Holzteile für den Modellbau effizient zu durchtrennen. Im Vergleich dazu hat ein Laserpointer  üblicherweise rund  3 Milliwatt. Bei einem CO2 Schneidelaser kann daher schon diffus gestreute Strahlung gefährlich für das Auge sein. Wichtig ist daher die passende CO2 Laserschutzbrille für die Augen und eine adequate Verkleidung des Lasercutters damit beim Schneidevorgang keine Laserstrahlen aus dem Gerät entweichen.

Ein weiteres Gefahrenpotential bei einem Selbstbaulaserschneider ist die Hochspannungsversorgung des Lasers. Die Spannung beträgt dabei üblicherweise zwischen 25.000 bis 40.000 Volt bei rund 50mA. Diese Spannung bei dieser Stromstärke kann durchaus lebensgefährlich sein.

Bei dem Bau eines Lasercutters sollte man sich dieser Gefahren bewusst sein und dementsprechend Vorsorge treffen um das Risiko möglichst gering zu halten. Hat man sich entschlossen einen Lasercutter selbst zu bauen empfiehlt es sich auf bestehende Konzepte wie den Lasersaur zurückzugreifen. Eine komplette Eigenentwicklung eines Lasercutters ist nicht nur technisch und budgetär riskant, sondern auch aufgrund der Gefahrenpotentiale.

Doch lieber kaufen?

Wer jetzt vom Eigenbau wieder abgekommen ist der wird sich freuen, dass auch professionelle Lasercutter für den Hobbybereich schon um rund 7.000 Euro (eBay) zu haben sind. So zb. der Trotec Speedy 100 gebaut von Trotec, einem österreichischen Unternehmen, das sich seit über 15 Jahren mit der Entwicklung und Herstellung von Lasercutter Geräten beschäftigt und sich darauf spezialisiert hat.

Wie man auch ohne große Investition zu eigenen Lasercuts kommt, erklärt einer der nächsten Blogposts.

Was sind eure Erfahrungen mit Selbstbau Lasercutter?

2 Antworten
  1. Laserschneiden Marktplatz
    Laserschneiden Marktplatz says:

    Einen Laser Cutter für den Privatbedarf selbst zu bauen ist eigentlich eine gute Idee. Nur sollte man sich den Gefahren im Umgang mit leistungsstarken Laserquellen bewusst sein und geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen treffen, weshalb z.B. der komplette Arbeitsbereich mit einer geschlossenen Umhausung versehen sein. Eine Schwierigkeit beim Eigenbau dürfte die genaue Fokussierung des Laserstrahls sein!

    Antworten

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