Landung am Flughafen Gibraltar

Der Flughafen von Gibraltar

Gibraltar ist ein besonderer Fleck auf der Erde: ein kleines Stück englische Kultur mitten in Spanien, ein hoch aufragender Felsen in flacher Landschaft und umringt von Meer. Da passt auch ein außergewöhnlicher Flughafen gut ins Gesamtbild. Das kleine Gibraltar beherbergt den einzigen internationalen Flughafen, bei dem eine Startbahn von einer Straße gekreuzt wird. Wer Begeisterung für die Fliegerei mitbringt wird in Gibraltar sicher auf seine Kosten kommen.

Blick über den Flughafen

Blick über den Flughafen

Fliegerisch ist Gibraltar sehr herausfordernd: da für den Flughafen sehr wenig Platz bleibt, ist an beiden Enden der Piste gleich das Meer. Außerdem sorgt der große Felsen für schwierige Bedingungen was Luftströmungen anbelangt. Abgesehen davon führt die einzige Verbindungsstraße zwischen Spanien und Gibraltar genau über die Startbahn. Deshalb muss für jede Flugbewegung die Straße gesperrt werden und sichergestellt werden, dass nichts Gefährliches auf der Startbahn zurückbleibt. Deshalb ist auch vor jeder Flugbewegung ein Reinigungstrupp mit Kehrmaschine auszumachen. Für die Durchsetzung der Absperrung sorgen auf jeder Seite mehrere Polizeibeamte. In einigen Listen wird der Flughafen als einer der anspruchvollsten bis sogar gefährlichsten Flughäfen der Welt angeführt. Bisher gab es einen tödlichen Zwischenfall im Jahre 1943. Seither kam es weder zu Verletzten noch Todesfällen.

Derzeit wird Gibraltar nur von vier Fluglinien angeflogen: British Airways, easyJet, Monarch Airlines und Royal Air Maroc. Interessant ist, dass es keine direkte Verbindung zu Spanien gibt. Iberia hatte ab Dezember 2006 einen Flug nach Madrid angeboten, aber der Flug wurde 2008 wieder eingestellt.

Unser Aufenthalt in Gibraltar

Hier wird gleich geflogen!

Hier wird gleich geflogen!

Gerne hätte ich den Urlaub mit einem Flug nach Gibraltar begonnen. Ein Umweg über England hätte mir bei der Anreise nichts ausgemacht, aus Österreich oder Deutschland wird Gibraltar nicht angeflogen. Preislich war der Unterschied aber so groß, dass wir dann doch darauf verzichtet haben. Also sind wir von Wien aus nach Jerez de la Frontera geflogen und haben Gibraltar mit dem Mietwagen besucht haben.

Bei unserem Aufenthalt in Gibraltar hatten wir das Glück, mehrere Starts und Landungen beobachten zu können. So nah kann man als Beobachter nur selten dran sein und die Polizeibeamten geben einem auch gerne mal lächelnd einen Tipp, von wo aus man noch schönere Bilder machen kann. Auch über die Startbahn eines aktiven internationalen Flughafens zu spazieren ist schon etwas Besonderes, auch wenn es letztlich nur die Kreuzung und nicht die gesamte Piste war.

Den Ausflug über die Grenze von Spanien nach England haben wir in einem Tag durchgezogen. Sicher hätten wir uns die Sehenswürdigkeiten genauer ansehen können, doch wir hatten das Gefühl bei dem Tagesausflug schon einen recht guten Eindruck erhalten zu haben. Was neben dem sehr spannenden Flughafen noch bleibt, ist der Wunsch einmal Gibraltar anzufliegen.

 

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1 Antwort
  1. Gudrun
    Gudrun says:

    Als Passagier hätte ich da schon ein bisschen Bauchweh, wenn die Landebahn so kurz ist. Dass Gibraltar aber zu den gefährlichsten Flughäfen gehört, habe ich nicht gewusst. Danke auch für die Geschichte mit der Landebahn, für die der „Normalverkehr“ gesperrt werden muss. Find ich spannend!

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